Geborgenheit in Ihrem Zuhause
Pflegedienst Badenstedt

Salzweg 14
30455 Hannover

24 Std erreichbar unter:

0511 700 313 73

Pflegepersonal

Pflegeagentur

Pflegeeinrichtungen ziehen eine Pflegeagentur zu Hilfe, wenn es zu einer Personalknappheit kommt. Wenn beispielsweise zu viele Mitarbeiter im Urlaub sind oder krankheitsbedingt ausfallen, so wäre die Pflegeeinrichtung unterbesetzt. Allerdings muss ein gesetzlich festgeschriebener Personalschlüssel aufrechterhalten werden. Wenn das verbliebene eigene Personal nicht überstrapaziert werden soll, so bietet eine Pflegeagentur mit der „Vermietung“ von examiniertem Pflegepersonal eine Möglichkeit zum Ausgleich. Die Pflegeagentur fungiert also als Vermittler zwischen den freiberuflichen Pflegekräften und den Pflegeeinrichtungen.

Individuelle Pflege mit Hilfe von Pflegeagenturen

Pflegeagenturen können auch von Privatpersonen für Pflegebedürftige beauftragt werden. Entsprechend der ganz eigenen Vorstellungen werden dann Pflegekräfte vermittelt. Dabei gibt es auch Pflegeagenturen, die sich auf die Vermittlung von Pflegekräften aus Osteuropa spezialisiert haben, um die Einsätze für den Pflegebedürftigen in einem für alle bezahlbaren Rahmen zu halten. Pflegekräfte aus Polen sind sehr gefragt. Bei Interesse an einer Vermittlung von Mitarbeitern über eine Pflegeagentur können sowohl regionale Angebote als auch bundesweit tätige Pflegeagenturen gewählt werden. Grundsätzlich sollte im Einzelfall ein nach den individuellen Vorstellungen ein entsprechendes Angebot eingeholt und mit anderen verglichen werden. Entsprechende Angebote finden sich im Internet oder bei regionalen Anlaufstellen wie Seniorenzentren. Wichtig ist, dass ein Angebot grundsätzlich auf die besonderen Anforderungen des Einzelfalls zugeschnitten werden kann, denn der Pflegebedarf ist schließlich von Fall zu Fall unterschiedlich.

Tagespflege

Patienten in der Tagespflege werden tagsüber durch qualifiziertes Pflegepersonal in einer Einrichtung betreut. Die Nächte allerdings verbringt der Pflegebedürftige in der vertrauten Umgebung der eigenen Vier-Wände.

Soziale Kontakte und Tagespflege

Geselligkeit und Gemeinschaft können die Patienten der Tagespflege erfahren, ebenso wie sie Kontakte zu anderen Pflegebedürftigen knüpfen kann. Im Idealfall fühlen sich die Pflegebedürftigen wie in einem zweiten Zuhause. Die relativ normale Gestaltung des Tagesablaufes steht in der Tagespflege an oberster Stelle. Die Pflegebedürftigen sollten in alltägliche Aktivitäten wie Tisch decken oder Einkaufen aktiv einbezogen werden, denn ein normaler Tagesablauf ist für die pflegebedürftigen Menschen ebenso wichtig, wie soziale Kontakte zu knüpfen.

Die Tagespflege und das Leistungsspektrum

Die von den Tagespflegeeinrichtungen angebotenen Leistungen lassen sich in pflegerische und soziale Betreuung sowie die Mahlzeiten unterteilen. Innerhalb der sozialen Betreuung bieten die Tagespflegeeinrichtungen Leistungen wie Zeitungsrunden, Gesprächsrunden, gemeinsames Singen, Gymnastik, Gedächtnistraining, Ausflüge, Spaziergänge und andere Freizeitaktivitäten an. In der betreuenden Tagespflege geht es dann um alle Leistungen rund um Behandlungen, Gehübungen, Körperpflege, Toilettentraining, Medikamententraining und vieles andere. Zu den angebotenen Mahlzeiten zählen in der Regel das Frühstück und das Mittagessen. Auf Wunsch können auch Nachmittagskaffee und Abendessen abgedeckt werden. Die unterschiedlichen Bedürfnisse der Pflegepatienten wie vegetarische oder vegane Mahlzeiten oder Diätkost sollten dabei Berücksichtigung finden. Einige Tagespflegeeinrichtungen bieten darüber hinaus weiterführende Leistungen wie einen Hol- und Bringdienst, Informationen zu sozialen Diensten, Hausbesuche im Rahmen einer ambulanten Pflege sowie der Kontakt zu den Fachärzten und Hausärzten an

AEDL Pflegemodell

AEDL ist die Abkürzung für “Aktivitäten und existenzielle Erfahrungen des Lebens”. Beschrieben wird damit ein Pflegemodell, welches einen fördernden Pflegeprozess bezweckt. Das AEDL Pflegemodell wurde von Monika Krohwinkel entwickelt und lehnt sich an das “Julis Modell der Aktivitäten des täglichen Lebens (ATL)” an. Dabei ist der Mensch als Individuum zu sehen, das fähig ist sich selbst zu verwirklichen und sich stetig weiterzuentwickeln.

AEDL Pflegemodelle orientieren sich an 13 Zielen:

  • Kommunikationsvermögen
  • Bewegungsfähigkeit
  • vitale Funktionen zur Lebenserhaltung
  • selbstständige Nahrungsaufnahme
  • eigenständige Körperpflege
  • selbstständiges Ankleiden
  • Ausscheidungen absondern können
  • Schlafen, ruhen und entspannen können
  • Lernen, sich beschäftigen und sich entwickeln können
  • die eigene Sexualität ausleben
  • sich eine sichere, fördernde Umgebung schaffen können
  • Soziale Kontakte und Beziehungen pflegen zu können und Bereiche sicher gestalten zu können
  • der gekonnte Umgang mit existentiellen Lebenserfahrungen

Im AEDL Pflegemodell versteht Krohwinkel die existenziellen Erfahrungen als Erfahrungen, die sowohl die eigene Existenz fördern als auch gefährden können. Das Erkennen der eigenen Grenzen verhilft dem Menschen zu einem Wachstum der eigenen Persönlichkeit. Die moderne Pflegewissenschaft hat allerdings erkannt, dass das AEDL-Pflegemodell unzureichend ist, da es einen wichtigen Aspekt wenig berücksichtigt. Daher wurde es zum ABEDL-Modell ergänzt, welches nun auch den Faktor “Beziehungen” einbezieht. Die Beziehung zwischen Pflegebedürftigem und Pflegepersonal hat großen Einfluss auf das psychische und körperliche Wohlbefinden beider Seiten.

Abhängigkeits-Unabhängigkeits-Konflikt

Ein Konflikt den ein Pflegebedürftiger sowohl mit sich selbst als auch mit dem Pflegepersonal austrägt ist der Abhängigkeits-Unabhängigkeits-Konflikt. Dieser wird häufig auch als Nähe-Distanz-Konflikt definiert. Entsprechend der Namensgebung handelt es sich bei diesem Konflikt um einen Zwiespalt des Patienten zwischen Abhängigkeit und Unabhängigkeit. Auf der einen Seite drängt sich dem Patienten natürlich der Wunsch auf, seine eigene Selbstständigkeit zu behalten. Auf der anderen Seite steht die eigene Hilfsbedürftigkeit dem entgegen. Ein gefühlsmäßiger Konflikt ist beim Patienten quasi vorprogrammiert. Gefühle wie Zorn, Wut, Angst und Hilflosigkeit sind für den Abhängigkeits-Unabhängigkeits-Konflikt ausschlaggebend.

Insbesondere eine plötzlich eintretende Hilfsbedürftigkeit löst beim Patienten ein Gefühlschaos aus. So haben die meisten Hilfsbedürftigen zunächst Probleme damit sich mit ihrer Hilfsbedürftigkeit abzufinden, sich die Einschränkung der Eigenständigkeit und Selbstständigkeit einzugestehen und die Situation zu akzeptieren. So verweigern sich viele Betroffene zunächst einmal der dringend benötigten Hilfe oder fallen ins andere Extrem und nehmen Hilfe auch dann in Anspruch, wenn sie die Situation eigentlich selbstständig meistern könnten. Diese für einen Abhängigkeits-Unabhängigkeits-Konflikt charakteristischen Situationen können nur gemeistert werden, wenn die helfenden Personen mit viel Geduld, Vertrauen und Verständnis auf den Patienten zugehen. Schließlich sollte die Beziehung zwischen Hilfsbedürftigem und pflegender Person durch die Auseinandersetzungen nicht beeinträchtigt werden. Helfer müssen daher professionell, unvoreingenommen und empathisch in solchen Situationen reagieren, um im Endeffekt das Wohl des Patienten in den Vordergrund zu stellen.