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Pflegedienst Badenstedt

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Pflegeperson

Unterversorgung

Der Begriff Unterversorgung bezeichnet in Bezug auf die Pflege einen Zustand, in den ein Pflegebedürftiger kommt, wenn ihm Dinge, die zum Leben notwendig sind oder im Pflege- oder Behandlungsvertrag vereinbart wurden, vorenthalten oder in nicht ausreichender Menge zugeführt werden. Dafür kann es unterschiedliche Gründe geben.

Die Unterversorgung und deren Gründe

Die Pflegeperson kann immer in eine Situation kommen, in der sie mit der Situation überlastet ist. Unwissen oder psychische und körperliche Überlastungen können bei pflegenden Angehörigen ein Grund dafür sein, dass mit der Situation nicht fertig werden und es zu einer Unterversorgung des Pflegebedürftigen kommen kann. Vereinzelt hört man in den Medien vereinzelt von Fällen, in denen die Unterversorgung in krimineller Absicht herbeigeführt wird. In solchen Fällen wird bewusst darauf verzichtet, den Pflegebedürftigen mit den notwendigen Dingen zu versorgen, um ein vorzeitiges Abschieben ins Pflegeheim oder das Ableben des Pflegebedürftigen zu provozieren. Bei professionellen Pflegediensten darf es natürlich nicht zu einer Unterversorgung der Pflegebefohlenen kommen. Jedoch rückt auch hier mittlerweile aufgrund der massiven Einsparungen bei Krankenhäusern und ambulanten Pflegediensten eine Unterversorgung durchaus im Bereich des Möglichen.

Unterversorgung und ihr Erscheinungsbild

Die Unterversorgung wird ausgelöst, wenn ein Mangel an den Dingen entsteht, die der menschliche Körper zwingend benötigt. Einer der wichtigsten Bereiche ist die Flüssigkeitszufuhr von 1,5 bis 2 Liter, die über den Tag verteilt getrunken werden sollten. Erhält der Patient nicht genügend Flüssigkeit, so zeigt sich eine Unterversorgung. Gleiches gilt für die Ernährung, wobei hier entweder ein Mangel an einzelnen Nahrungsbestandteilen wie Mineralien, Vitaminen oder Kalorien oder der Zufuhr von zuwenig Nahrung ausschlaggebend sein können.

Verhinderungspflege

Die Verhinderungspflege gehört zum Leistungsspektrum der Pflegeversicherung. Die gesetzlichen und auch die privaten Krankenkassen müssen die Leistung erbringen, sofern die gesetzlichen Voraussetzungen für eine Verhinderungspflege vorliegen.

Gesetzliche Vorgaben

Geregelt wird die gesetzliche Verhinderungspflege in  §39 SGB XI. Demnach kann eine Verhinderungspflege beantragt werden, sofern die Pflegeperson wegen Krankheit, Erholungsurlaub oder anderen Gründen an der Ausübung der Pflegedienste gehindert wird. Die Pflegekasse übernimmt die Kosten der Ersatzpflege, die in diesem Fall benötigt wird, für längstens vier Wochen innerhalb eines Kalenderjahres. Allerdings muss die Pflegeperson vor der erstmaligen Beantragung der Verhinderungspflege den Pflegebedürftigen bereits mindestens zwölf Monate in häuslicher Umgebung gepflegt haben. Innerhalb eines Kalenderjahres dürfen die Aufwendungen der Pflegekasse für den Einzelfall 1432 Euro nicht überschreiten.

Wird die Verhinderungspflege von Personen übernommen, die mit dem Pflegebedürftigen in einem verwandtschaftlichen Verhältnis bis maximal zweiter Grad stehen, in häuslicher Gemeinschaft leben oder verschwägert sind, so wird davon ausgegangen, dass die Pflege nicht erwerbsmäßig betrieben wird. Pflegekassenaufwendungen in diesen Fällen dürfen nach § 37 Abs. 1 den Betrag des Pflegegeldes, welchen die festgestellte Pflegestufe des Pflegebedürftigen umfasst, nicht übersteigen. Auf Nachweis können zusätzlich von der Pflegekasse notwendige Auslagen der Pflegeperson, die mit der Verhinderungspflege in Zusammenhang stehen, übernommen werden.

Verhinderungspflege – die Leistungserbringung

Die Verhinderungspflege muss bei der Pflegekasse mittels schriftlichem Antrag beantragt werden. Zusätzliche Leistungen müssen mit den entsprechenden Anträgen bei den zuständigen Sozialhilfeträgern eingereicht werden. Auf Pflegegeld besteht in der Zeit der Verhinderungspflege kein Anspruch.

Langzeitpflege

Häufig bedürfen Patienten für einen Zeitraum der 90 Tage übersteigt oder es ist bereits abzusehen, dass der Pflegebedürftige wahrscheinlich nie mehr ohne die Hilfe einer Pflegeperson auskommen wird. In diesen Fällen spricht man von einer Langzeitpflege, welche in zwei Phasen unterschieden wird. Während im ersten Jahr der Pflege (der ersten Phase) die Hilfen auf eine Befähigung hin ausgerichtet werden, macht man in der zweiten Phase ab dem 365. Tag, also nach Beendigung des ersten Pflegejahres, hier meist Abstriche. Oftmals geht es dann eher um erhaltende oder auch palliative Pflegeintervention. Die Langzeitpflege wird in der Regel von professionellem Personal in einem Pflegeheim geleistet.

Langzeitpflege und ihre Ursachen

Meist sind degenerative und/oder chronische Erkrankungen die Ursache für eine Langzeitpflege. Auslöser können beispielsweise Alzheimer, multiple Sklerose, Parkinson oder Morbus Huntington sowie viele andere schwerwiegende Erkrankungen sein. Die Langzeitpflege zielt darauf ab, dem Pflegebedürtigen nach Möglichkeit seine Lebensqualität zu erhalten oder mittels z. B. Schmerzlinderung und Therapien unterschiedlicher Art zu verbessern. Gleichzeitig wird versucht eine Verschlimmerung der Erkrankungen bzw. deren Fortschreiten weitestgehend zu verhindern. Leider endet die Langzeitpflege meist mit dem Ableben des Pflegebedürftigen. Deshalb umfasst das Konzept der Langzeitpflege immer auch die Angehörigen, die auf das unweigerliche Ende vorbereitet werden sollen.