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Pflegedienst Badenstedt

Salzweg 14
30455 Hannover

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Betreuer

Betreuungsverein

Personen, die volljährig sind und wegen einer seelischen, psychischen, geistigen oder körperlichen Behinderung außer Stande sind, ihre Angelegenheiten ganz oder teilweise selbst zu erledigen, können vom Betreuungsgericht gemäß dem Betreuungsrecht eine Betreuungskraft zur Seite gestellt bekommen. Dabei kann es sich um einen Verwandten, Bekannten oder einen Vereinsbetreuer handeln. In der Regel sind professionelle Betreuer in Betreuungsvereinen organisiert. Zirka 800 anerkannte Betreuungsvereine existieren in ganz Deutschland. Den Betreuungsverein führen ehrenamtliche Mitglieder, während die Hauptamtlichen im Einzelfall unterstützen. Einen direkten Einfluss auf die Arbeit des Betreuers üben die Betreuungsvereine in der Regel nicht aus. Allerdings kann der Betreuungsverein vom Vormundschaftsgericht die Entlassung eines Betreuers verlangen, wenn dieser seinen Aufgaben nach Meinung des Vereins nicht pflichtgemäß gerecht wird.

Betreuungsverein als Betreuer

Reicht eine Betreuung durch einen einzelnen Betreuer nicht aus, so kann der gesamte Betreuungsverein die Stellung des Betreuers einnehmen. Die tatsächliche Betreuung muss dabei bestimmten Mitarbeitern überlassen werden. Sobald die Betreuung für einen einzelnen Betreuer zu schaffen ist, muss der Betreuungsverein die Betreuung abtreten.

Zusätzliche Aufgaben des Betreuungsvereins

Eine weitere Aufgabe liegt für den Betreuungsverein darin, den Betreuern in Konfliktsituationen beratend zur Seite zu stehen und für eine regelmäßige Fortbildung der Mitarbeiter zu sorgen. Zudem werden Interessenten zum Thema Betreuungsverfügung, Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht informiert.

rechtliche Betreuung gemäß Betreuungsgesetz

Die rechtliche Vertretung einer Person wird als Betreuung nach dem Betreuungsgesetz oder rechtliche Betreuung bezeichnet. Die ehemals geltende Vormundschaft wurde zum 01.01.1992 in Deutschland durch die „rechtliche Betreuung“ ersetzt. Diese Reform stellte einen großen Schritt weg von der Entmündigung hin zur Betreuung dar. Eine rechtliche Betreuung wurde im Jahr 2006 in der BRD rund 1,2 Millionen Menschen zuteil, wobei § 1896 BGB als Rechtsgrundlage dient.

Voraussetzungen für die Betreuung nach dem Betreuungsgesetz

Die Grundvoraussetzung für eine rechtliche Betreuung ist, dass bei einer volljährigen Person eine seelische, geistige, körperliche oder psychische Beeinträchtigung, die die Person nicht in die Lage versetzt, persönliche Angelegenheiten selbst zu regeln, vorliegen. Es muss zudem ein konkreter Handlungsbedarf bestehen, denn eine Behinderung oder Krankheit allein stellt noch keinen Grund für eine rechtliche Betreuung dar. Zudem muss beachtet werden, dass eine rechtliche Betreuung niemandem gegen den freien, eigenen Willen aufgedrängt werden darf. Eine rechtliche Betreuung wird nie eine endgültige Entscheidung darstellen. Wenn sich die Situation der betreffenden Person verändert und eine weitere Betreuung nicht mehr nötig ist, so kann eine Aufhebung der rechtlichen Betreuung erfolgen. Das Wohl des Betreuten ist der Maßstab für den vom Gericht bestellten Betreuer. Daher darf ein Betreuer nur Entscheidungen treffen, solange der Betreute selbst dazu nicht in der Lage ist. In sogenannten „lichten Momenten“ hat der Betreuer keine Entscheidungsbefugnis.

Tagespflegeperson

Im Allgemeinen werden Betreuer von Kindern wie Tagesmutter und Tagesvater als Tagespflegeperson bezeichnet. Doch auch in der Pflege von betreuungsbedürftigen Menschen sind, Tagespflegepersonen zu finden. Im Normalfall handelt es sich bei Tagespflegepersonen-Einsätzen um ein teilstationäres Betreuungsangebot.

Dabei werden die Pflegebedürftigen tagsüber von den Tagespflegepersonen betreut, versorgt und gepflegt. Um die Pflege des Patienten zu sichern, ist die Voraussetzung für die Tagespflege, dass morgens und nachts eine andere Pflegeperson zur Verfügung steht als die Tagespflegeperson. Auf Wunsch kann der Einsatz der Tagespflegeperson mit einem ambulanten Pflegedienst kombiniert werden, um die Betreuung zu jeder Zeit zu gewährleisten.

Tagespflegeperson – die Vorteile in der Pflege

Die Betreuung durch eine Tagespflegeperson bietet klare Vorteile:

–       Ein Heimaufenthalt kann eventuell für einen längeren Zeitraum verzögert oder vermieden werden.

–       Der Patient kann möglichst lange in der gewohnten Umgebung verbleiben.

–       Pflegende Angehörige, die berufstätig sind, werden bei der Pflege unterstützt und damit entlastet.

–       Die Pflegebedürftigen verfallen nicht in Isolation, da die Tagespflegeperson für einen sinnvollen Tagesablauf sorgt.

Häufig werden Fahrdienste organisiert, die die pflegebedürftigen Personen zur Tagespflegeperson bringen. Von Anbieter zu Anbieter ist das Leistungsspektrum natürlich unterschiedlich. So bieten viele neben der Grundpflege auch noch weitere Betreuungsmöglichkeiten wie die für gerontopsychiatrisch Erkrankte nötige spezielle Betreuung. Das Leben der Pflegebedürftigen wird meist schon allein dadurch bereichert, dass er zusammen mit anderen und der Tagespflegeperson die Mahlzeiten gemeinsam einnehmen kann.