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Validation

Wertschätzung dementer Menschen – die Validation

Die Validation ist eine Methode, die eine Kommunikation mit dementiell erkrankten Personen ermöglicht. Vom Grundsatz her geht es bei der Validation darum, dass jeder Mensch sich selbst zum Ziel setzt, unerledigte Lebensaufgaben noch zu beenden. Demenzbetroffenen wird mittels Validation ein Gefühl von Glück und Würde vermittelt und den Betroffenen wird mit Stressabbau geholfen.

Funktionsweise der Validation

Die Verfahrensweise der Validation besucht in der empathischen ganzheitlichen Auffassung des Individuums. Dabei werden sowohl das Verhalten als auch der emotionale Gehalt, dessen was ein dementer Mensch zum Ausdruck bringt, übernommen und für gültig erklärt (validiert). Dabei versetzt man sich in den dementen Menschen hinein und kann damit sein Verhalten aus seinem Blickwinkel betrachten und besser verstehen. Validation hilft desorientieren, älteren Menschen ihre Gefühle auszudrücken, die meist schon lange unterdrückt wurden. Die Betroffenen werden durch diesen Vorgang entspannter und die Kommunikation wird verbessert.

Validation Grundsätze

Das Prinzip der Validation wurde begründet von Naomi Feil und beinhaltet 10 Grundsätze.

  • Der Mensch muss als Individuum betrachtet werden, denn er ist einzigartig.
  • Alle auch noch so verwirrten Menschen sind wertvoll.
  • Das Verhalten von sehr alten, verwirrten Menschen hat immer einen Grund.
  • In sehr hohem Alter zeigt sich das Verhalten nicht nur als eine Folge anatomischer Veränderungen des Gehirns, sondern ist das Ergebnis einer Kombination von sozialen, psychischen und körperlichen Veränderungen, die im Lebensablauf stattgefunden haben.
  • Verhalten kann geändert werden, sofern man es wirklich will. Gezwungen werden kann niemand dazu, sein Verhalten zu ändern.
  • Auch sehr alte Menschen müssen so akzeptiert werden, wie sie sind, ohne sie zu beurteilen.
  • In jedem Lebensabschnitt ergeben sich bestimmte Aufgaben. Werden diese Aufgaben im jeweiligen Lebensabschnitt nicht abgearbeitet, kann dies zu psychischen Problemen führen.
  • Lässt das Kurzzeitgedächtnis nach, versuchen ältere Erwachsene häufig, ihr Leben durch frühere Erinnerungen wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Bei nachlassender Sehstärke sehen Menschen mit dem “inneren Auge”. Bei nachlassendem Gehör hört der ältere Mensch vergangene Klänge.
  • Validiert eine Vertrauensperson schmerzliche Gefühle, so dass diese anerkannt und ausgedrückt werden können, so werden diese abgeschwächt. Gleichzeitig werden Gefühle, die unterdrückt oder ignoriert werden, immer stärker.
  • Einfühlung und Mitgefühl führen zu verringerten Angstzuständen, schaffen Vertrauen und stellen die menschliche Würde wieder her.

Validation und die kritischen Aspekte

Bisher gibt es keine wissenschaftlichen Belege für die Wirksamkeit der Validation. Zwar fördert die Validation nachgewiesenermaßen die soziale Kompetenz, allerdings wäre es möglich, dass eine “normale” soziale Betreuung den gleichen Effekt erzielen würde.